Was ist Sabam For Culture?

Die 1981 gegründete Vereinigung Sabam For Culture zielt auf die Förderung, Verbreitung, Entwicklung, Interessenvertretung und den Schutz des Sabam-Repertoires in allen Formen ab, sowohl in Belgien als auch im Ausland.

Ihre Philosophie? Initiativen fördern, die das Sabam-Repertoire zur Geltung bringen. Diese Initiativen verdienen höchste Anerkennung und Anregung.

Sabam For Culture wacht insbesondere darüber, dass alle Ausgaben für Fördermaßnahmen jeweils nur dann genehmigt werden, wenn sie dem von Sabam vertretenen Repertoire im weitesten Sinne zugute kommen. Jegliches Eigeninteresse ist ausgeschlossen.

Sabam For Culture fördert übrigens auch Veranstaltungen im Ausland, um dort das Sabam-Repertoire ins Rampenlicht zu rücken und ihm zu größerer Bekanntheit zu verhelfen. Ein Beispiel hierfür ist die Teilnahme an der MIDEM-Musikmesse in Cannes, wo sie allen Sabam-Mitgliedern, die dort ihr Repertoire promoten möchten, eine komplette Infrastruktur (einen Messestand) bereitstellt.

Sabam For Culture besteht aus zwei Organen.

 

den Kulturkommissionen

  • einem niederländischsprachigen und einem französischsprachigen Flügel;
  • regionale Förderanträge werden pro Flügel bearbeitet;
  • 4 Mitglieder pro Flügel (1 geschäftsführendes Verwaltungsratsmitglied + 3 jährlich ernannte externe Experten);
  • regionale Dossiers werden alle 2 Monate bearbeitet;

 

dem Kulturkomitee

  • Bearbeitung nationaler und internationaler Dossiers;
  • 9 Mitglieder, darunter 7 mit Stimmrecht (Vorsitzender + 2 geschäftsführende Verwaltungsratsmitglieder + 2 niederländischsprachige Experten + 2 französischsprachige Experten), in Anwesenheit des CEO und des Communication Managers in beratender Funktion.

 

Comité
 

Claude Martin

Claude Martin, Lizenziat und Lehrbefähigter in Rechtswissenschaften an der ULB, ist bereits seit 1988 Verleger. Er hat zahlreiche Künstler produziert und verlegt, wie Pierre Rapsat, Perry Rose, Joshua, Eté 67, Miam Monster Miam, Atomique de Luxe oder Jean-Luc Fonck, um nur einige zu nennen. Claude Martin ist seit 2008 Mitglied des Verwaltungsrats.

 

Eric Russon

Eric Russon, geboren im Jahr 1962, ist ein Kind des Bildes, sowohl im Fernsehen als auch in Comics. Doch ist es vor allem dank dem Fernseher, dass sich die Türen der Literatur, der Musik und der meisten kulturellen Disziplinen für ihn öffneten. Heute beschäftigt er sich jeden Tag mit diesen Disziplinen.  Zufällig landete er beim Fernsehen. Nach seinem Studium der Kriminologie und seinem Job als Moderator bei Radio Campus, ging er als Produktionsassistent bei einem kleinen lokalen Fernsehsender in Brüssel arbeiten. Beim Sender Télé Bruxelles präsentierte und führte er die Regie zahlreicher Programme, Porträts und Kultursendungen, wie „L’heure tourne“, „L’autre journal“, „Extra Large“ und „Court Toujours“. Durch seine Fernseharbeit landete er im Kultursektor.

Im März 2004 präsentierte er, auf Antrag von Jean-Pierre Hautier, die tägliche Kultursendung „Culture Club“ im Fernsehsender La Première RTBF, begleitet von Corine Boulangier und später von Laurent Dehossay bis Juni 2012.

Im September 2006 verließ er Télé Bruxelles und verbündete sich mit Arte Belgique, wo er die tägliche Kultursendung „50 degrés Nord“ präsentiert. In diesem Programm analysiert er die Nachrichten über belgische Schöpfung, in der Gesellschaft von Gästen und Reportern (wie Soraya Amrani, Jean-Marie Wynants, Cédric Wautier, Dominique Cominotto, Bruno Coppens, Jérôme Colin, Juliette Goudot, Barbara Abel). Die Sendung endet im Dezember 2014.

Seit Januar 2015 arbeitet er für die Kulturwebsite www.az-za.be.

 

Gabriel Alloing

Geboren in Avignon im Jahr 1970, während dem Festival, hat Gabriel weiterführende Schulen in Brüssel und Warschau besucht. Als Absolvent Zivilingenieur an der Université Catholique de Louvain (in angewandte Mathematik) hat er danach fast zwei Jahre im Ausland als Ingenieur gearbeitet (England und Thailand) bevor er sich auf den kulturellen Sektor orientierte, mit einer Bildung auf der königlichen Schauspielschule von Lüttich (Klasse von Alain-Guy Jacobs) im Rahmen wovon er den ersten Preis in Drama und Deklamation gewann. Heute ist er tätig als Regisseur (Konzerte und Vorstellungen), Schauspieler, Schriftsteller und Produzent von Vorstellungen, mit einer besonderen Vorliebe für Produktionen, die verschiedene künstlerischen Disziplinen mit einander mischen. Seit Juni 2008 führt er La Ferme du Biéreau, eine Konzertsaal in Louvain-la-Neuve.

 

Pierre Van Braekel

Pierre Van Braekel ist Gründer des Management-, Booking- und Konzertproduktionsunternehmens Nada Booking. Nada arbeitet mit belgischen und internationalen Künstlern zusammen (Girls in Hawaii, Saule, DezMona, Julien Doré, Adamo, Joseph Arthur …). Zudem errichtete Pierre die Label 62TV (The Tellers, Malibu Stacy …), 30 Février (Suarez, Eté 67 …) und den Verlag Inderdaad Publishing. Mit großer Begeisterung verfolgt Pierre belgische Künstler und begleitet die Entwicklung ihrer Karriere von der Pike auf. Er arbeitet daran, dass unsere Künstler auch andere Länder erobern, was grundsätzlich nicht einfach ist. Die Gruppe Girls In Hawaii managt er seit ihrer ersten Demoaufnahme.

 

Roland De Greef

Musiker – Autor/Komponist – Arrangeur – Künstlerischer Leiter – Musikproduzent und –Verleger, geboren am 11. August 1955 in Anderlecht.

Im Jahre 1975, nachdem er Musikunterricht (Musiktheorie, Gitarre und Violine) bei der Musikakademie gefolgt hatte, gründete Roland DE GREEF mit seinem Freund  Marc Isaye das Musikband Machiavel, in dem er auch tätig war als Bassist und Komponist. Mit seinem Band erhielt er vier goldene Schallplatten und waren die Konzertsäle Cirque Royal und Forest National zweimal ausverkauft und L’Ancienne Belgique selbst viermal. Er machte zahlreiche Tourneen in Belgien und im Ausland und nahm in verschiedenen Studios auf, u.a. im Wally Heider Studio in Los Angeles.

Im Jahre 1983 begann er als künstlerischer Leiter zu arbeiten mit verschiedenen Künstlern und nahm er u.a. auf in den Studios ICP und Molière in Brüssel, Guillaume Tell und Davout in Paris,

Kling Klang und Conny Plank in Deutschland. Parallel dazu komponierte er auch Musik für Werbespots und Rundfunkspots.

Im Jahre 1996 gründete er sein eigenes Produktionshaus und sein eigenes Aufnahmestudio Rox records wie auch einen Verlag Hypnosia publishing.

Neben dem Machen von Musikarrangements und dem Versichern der künstlerischen Leitung, arbeitete er auch als Tonmeister und machte er etwa hundert Albums, u.a. für EMI Frankreich, Universal Frankreich, Barclay, BMG Deutschland, KTEL Skandinavien, DP records USA, Avex Japan, usw.

Im Jahre 2007 gründete er das Label Moonzoo music, dessen Ziel es ist, jungen belgischen Musikbands zu helfen mit der Förderung und Verteilung ihrer Albums.

Im Jahre 2013 spielt er noch immer als Bassist im Band Machiavel, dasnoch immer auf der Bühne auftritt und ein neues Album mit dem Titel „Colours“ auf den Markt bringt.

 

Hans Helewaut

Zusammen mit seiner Schwester Els bildet er in den 80er Jahren die erfolgreiche Gruppe Elisa Waut, die mit dem Song "Four times more" einen Hit landet. Inzwischen arbeitet Hans als Produzent für andere Künstler und komponiert er für Film und Fernsehen: Werbespots, Dokumentarfilme, und später auch Fiktion und Animationsfilme.

Ende der 90er Jahre gründet er zusammen mit zwei Partnern den Betrieb MASDA (Music And Sounddesign Asc), der zu einem der größten Audio- und Musik-Postproduktionsunternehmen in Belgien wächst und 2007 in ‚Sonicville‘ umbenannt wird. Das Unternehmen kümmert sich um die Postproduktion für nationale und internationale Kunden: Werbespots (von Nike bis zu Electrabel), Spielfilme (u.a. Rundskop, Smoorverliefd, My Queen Caro), Fernsehserien (u.a. Oud België, Smaak van De Keyser, Aspe), Dokumentarfilme (u.a. Bonjour Congo, Hoge bomen) und Animationsserien (u.a. Robotboy, Gawayn, Kika & Bob).

Neben seiner Arbeit als Komponist, begleitet er die Produktionen als Manager und Kreativdirektor, insbesondere den musikalischen Teil, unter anderem die Verhandlungen über die Synchronisationsrechte (die Nutzung eines bestehenden Musikstückes in einem audiovisuellen Werk) mit den Autoren, Verlegern und Plattenfirmen.

Bis 2010 gewinnt er auch Erfahrung als Verleger und Leiter von Sonicville publishing. Im Jahr 2011 verlässt Hans Sonicville, um sich mehr auf seine eigenen Projekte zu konzentrieren. Seit einigen Jahren ist er Vorstandsmitglied von GALM, der Interessengruppe für Autoren und Komponisten von Unterhaltungsmusik, unter dem Vorsitz von Evert Verhees. Ab 2011 ist Hans auch im Vorstand der Sabam.

 

Wouter Degraeve

Abschluss als Kommunikationswissenschaftler (VUB)

Heutiger Job: Chef Musik bei Kunstenpunt, Helpdesk für Profis aus der Musik, den darstellenden und visuellen Künsten in Flandern und Brüssel.

Vorige Jobs:

  • Muziekcentrum Vlaanderen, verantwortlich für Pop&Rock, Mitorganisator der Mia's - Music Industry Awards, Koordinator MuziekOverleg
  • Musikmanager (Admiral Freebee, El Fish & Roland)
  • ZAMU – Vereinigung für Sänger und Musikanten, rechtliche, steuerliche & allgemeine Beratung, Mitbegründer von Popadvies, Organisator der Zamu Music Awards

 

Maaike Wuyts

Im Jahr 2006 beschließt Maaike Wuyts ihre eigene ‚alternative Management-Agentur‘ zu gründen. Nachdem sie als künstlerische Koordinatorin im Kunstzentrum nOna in Mechelen gearbeitet hatte, wo sie für DJ Grazzhoppa’s DJ Bigband verantwortlich war, stolperte sie in den Musiksektor.

Fabrizio Cassol bittet sie, für sein Jazz-Trio Aka Moon zu arbeiten. Eine Sache führt zu einer anderen und im Januar 2007 wird Aubergine Artist Management offiziell gegründet.

Sie ist die erste ‚alternative‘ Management-Agentur für Jazzmusik. Sehr bald treten Kris Defoort und Teun Verbruggen der Agentur bei, gefolgt von De Beren Gieren, LABtrio, BRZZVLL und Lynn Cassiers einige Jahre später. Sie beteiligt sich auch an Projekten von Sanne Van Hek, Jens Maurits Orchestra und Manngold, und berät oft andere Künstler auf ihrem Karriereweg.

Sie managt nicht nur verschiedene Bands, sondern arbeitet auch als ausführender Produzent für mehrere Festivals im In- und Ausland. So führt sie die Produktion für das Klara‑Festival (2006), das Fast Forward Festival (2009) und das Druga Godba Festival (2013, 2014 & 2015) in Slowenien.

Darüber hinaus arbeitet sie als Produktionsleiter mit Les Ballets C de la B für die Vorstellung pitié!. Auf Wunsch von MET-X verwaltet sie auch das European Saxophone Ensemble (2013 und 2014).

Sie entwickelt ein starkes Netzwerk in der Jazz- und Weltmusikszene.

Im Jahr 2014 arbeitet sie als freiberuflicher „Product Expert Jazz“ bei visit.brussels. Auf diese Weise will das Brüsseler Tourismusbüro Brüssel fest als Jazzstadt etablieren.  

 

Marie Paule Wouters    

Diplomierte in Kunstgeschichte und Archäologie, Abteilung Musikwissenschaft, an der KU Leuven. Studien Klavier und Harmonie an den Konservatorien von Brügge, Gent und Leuven.

Schafft im Jahr 1982 ‚Autochtoon’, zusammen mit Hendrik Willaert, für Radio 3, jetzt Klara. Dieses langjährige Programm, mit nur belgischer Musik, wurde mit dem Fugapreis von Sabam ausgezeichnet.

Bis 1995 als Musikwissenschaftler an der Mediatheek voor de Vlaamse Gemeenschap verbunden, wo sie den Kauf und die Verbesserung berät und koordiniert, und die Digitalisierung innerhalb der Abteilungen in Flandern startet.

Kompiliert inzwischen für Radio 3 eine Serie über die belgische Musik (40 Teile), über Arthur Meulemans (13 Teile), Strawinsky (48 Teile) und Rachmaninov (10 Teile).

Arbeitet an Fernsehprogramme und veröffentlicht zahlreiche Artikel über belgische Musik.

Im Jahr 1996 wird die Mediathek Vlacam (Vlaamse Centrale voor Audiovisuele Materialen). Sie fungiert als Bindeglied zwischen Vlacam und allen CD-Release-Firmen der klassischen Musik in Flandern und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Anfang einer umfangreichen Musikdatenbank, die mit Partituren, CDs und Büchern verknüpft ist.

Gehört seit dem Jahr 2000 zum Muziekcentrum Vlaanderen, wo sie das Dokumentations- und Informationszentrum für klassische Musik entwickelt, die Website konkretisiert und mit den Musikern und Komponisten Verbindung hält.

Sie arbeitet inzwischen am siebenteiligen Lexicon van de Muziek in West-Vlaanderen, am renommierten Lexicon Vlaamse Componisten na 1800 und an mehreren Guides to Early, Baroque & Contemporary Music in Flanders.

Sie sitzt auch in der Kommission ‚künstlerische und kulturelle Initiativen‘ der Provinz Westflandern.

 

Historischer Rückblick

1981: Gründung der VoG BELGISCHE ARTISTIEKE PROMOTIE.

Zweck: Förderung, Verbreitung und Entwicklung des nationalen Musik-, Kultur- und Kunstrepertoires der Sabam.

1987: Umbenennung der VoG BELGISCHE ARTISTIEKE PROMOTIE in BELGISCHE ARTISTIEKE PROMOTIE VAN SABAM

Der Aufgabenbereich wird auf Werke außerhalb des nationalen Repertoires ausgeweitet und öffnet sich für andere von Sabam verwaltete Sparten.

2010: Liquidation der VoG BELGISCHE ARTISTIEKE PROMOTIE VAN SABAM.

Aufgrund des Gesetzes vom 10. Dezember 2009 müssen die belgischen Verwertungsgesellschaften ihre Sozial- und Kulturfonds direkt verwalten. Sie dürfen hierzu beispielsweise keine VoG mehr einschalten. Die Sabam hat sich demzufolge auf die neue Gesetzeslage umgestellt und ihre VoG liquidiert. Ihre Sozial- und Kulturfonds verwaltet die Sabam nun direkt, wobei Sabam For Culture integrierter Bestandteil der Sabam ist